Edu-Sphäre trifft Blogo-Sphäre?

Bildquelle.

[für euch gelesen und kommentiert.]

Panke, S., Gaiser, B., & Maaß, S. (2012). Wenn Edusphäre und Blogosphäre sich treffen. Weblogs an Hochschulen zwischen Zitationskartell und Diskursrevolte. MedienPädagogik. Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung, Themenheft Nr. 21: Partizipationschancen im Kulturraum Internet nutzen und gestalten – Das Beispiel Web 2.0. Abrufbar hier.

Zu mir hereingespült wurde der Artikel im Übrigen – Ehre wem Ehre gebührt – vom @jrobes mit diesem Tweet.

Um was geht’s?
Das Autorinnen-Trio hat anscheinend noch (viel) mehr vor, denn es soll sich bei den in der Veröffentlichung vorgestellten Ergebnissen nämlich zunächst um eine „Kartografie der Edublogosphäre“ (S. 7) handeln. In diesem Rahmen soll (als Teil-/Unterfrage) auch herausgefunden werden, wie durchlässig die Szene ist, ob also auch Neulinge eine Chance haben, von der Community wahrgenommen und in diese aufgenommen zu werden. (ebd.) *spannend*

Zum Vorgehen
Dazu wurde im Netz recherchiert, E-Mail-Befragungen gestartet, Blog-Rolls ausgewertet und Skype-Interviews geführt.

Interessante Ergebnisse
Zunächst fand ich die Ergebnisse gar nicht sooo interessant. Aber wahrscheinlich sind sie genau deswegen um so stimmiger, da ich – gleichsam als Betroffene denke – „ja, ist doch eh‘ klar, oder?“ Wirken die Ergebnisse auf euch ebenso stimmig?
Bei der (subjektiven) Auswahl der Ergebnisse konzentriere ich mich auf jene zu Weblogs über Bildungsthemen (s. unter 1.), da ich Weblogs von E-Learning-Zentren meist als sterbenslangweilig empfinde (da diese auf mich immer so „reingewaschen von Persönlichkeit/entsubjektiviert“ wirken) (Achtung: e-teaching.org halte ich dagegen, wahrscheinlich weil Nachrichten aus vielen Hochschulen aggregiert? für durchaus sehr interessant) und ich Blogfarm-Weblogs nicht wirklich rezipiere.

1. Was sind denn Edu-Blogs eigentlich?
Unter den Begriff Edu-Blogs werden im Artikel

  • Blogs in Lehr-Lern-Settings
  • Weblogs über Bildungsthemen (also wie meines) sowie
  • Blogs von Bildungseinrichtungen subsumiert. (S. 7)
2. Mit wem reden wir da eigentlich?
Wenn ich hier so tippe führe ich ja im Grunde ein kleines Selbstgespräch. Ich sinniere vor mich hin, bringe Eindrücke und Gedanken zu einem Thema nicht immer auf den Punkt, mäandere herum. Ich tue es also für mich. Das Paradoxon: Ohne euch würde ich es nicht tun. Also was jetzt? Für mich oder für euch? (Das klärt Artikel Unterabschnitt 4.1.)
 
3. Deutsch schreiben, Englisch lesen
Ja. Das habe ich mir auch schon öfters gedacht. Warum nicht doch einmal etwas auf Englisch – z.B. zum #change11 – beitragen. Ich verfolge sporadisch Blogs und Diskussionen auf Englisch, aber dazu beitragen? Man versteht schon teilweise meine deutschen Wortspielchen nicht (wahrscheinlich weil sie teilweise schlecht sind), und mich dann auch noch (mit gewissem Sprachwitz) auf Englisch verständlich machen? Ne ne, da bleibe ich doch lieber internationaler und interkultureller Lurker. 😉 (Mehr dazu Unterabschnitt 4.zwo)
 
4. Ist das jetzt Wissenschaft?
Blogtexten und wissenschaftlich schreiben ist in bestimmten Aspekten was anderes. Aber dazu wollte/sollte ich wohl einen eigenen Blogbeitrag schreiben. Was aber wohl Fakt, dass Blogschreiben Wissen schafft. Im Artikel wird das mit „Mut zur Unfertigkeit“ in Unterabschnitt 4.3 besprochen. Versprochen.
 
5. Da ist doch noch mehr dahinter!
Das sage ich doch immer. Man sieht von Außen einen Blog-Beitrag und drei vier läppische (zwar gute aber wenige) Kommentare. (Siehe dazu 4.4) Was man aber nicht sieht, sind die E-Mails, die Anrufe, die persönliche Ansprache…. und was auch immer in Zusammenhang damit… aber da brauch ich mir auch nicht viel mehr Gedanken drum machen, das deckt nämlich irgendwann alles @LuciLucius mit ihrer zukünftigen Doktorarbeit auf. Auf auf.
 
6. Das eigene Blog als „Revier“
Da habe ich jetzt gerade nicht die entsprechende Stelle parat, aber erinnere mich an die Aussage, dass kritische Kommentare lieber nicht als solche gepostet werden würden, wohl weil das eigene Blog eine Art Revier darstelle. Dem stimme ich jetzt nicht so ohne Weiteres (wie Obigem) zu, dies deshalb, weil ich auch i.d.R. längere Antworten als Postings im eigenen Blog verfasse, dies aber mitnichten aus dem Grund, dass ich die Auseinandersetzung nicht im anderen Blog austragen mögen würde, sondern vielmehr weil mein Blog mein perönliches Sammelsurium an „Leistungsnachweisen“ beinhaltet… und die möchte ich natürlich dann dort auch gleich ablegen…

…. oder seht ihr Anderen das anders?

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