Vom Perspektivwechsel. Vom User zum SoMe-Verantwortlichen. Und wieder zurück.

Zur Vorgeschichte

Meine erste Session auf dem #cosca13 war eine, aus der ich leider aus Gründen (ununi.tv-Aufzeichung) früher heraus musste. Was dazu führte, dass ich zwar die Herausforderung/die Fragestellung erkannte – und im Übrigen auch kenne  nicht jedoch etwaige Lösungsvorschläge/Antworten mitbekam. Nun ja. Die sind ja jetzt hier erfreulicherweise dokumentiert.

Die Fragestellung

Wie kann ich – bin ich auf einmal in der Rolle der SoMe-Verantwortlichen und nicht mehr der User – den Fans Infos bereitstellen, die sie auch wirklich als Bereicherung empfinden? Die ihnen Nutzen stiften? Die sie gefühlt auch haben wollen? Weil sie sie interessant finden. Hilfreich. Witzig. Oder am besten alles auf einmal.

Ich. Der User

Mein Problem

Ich als User verhalte mich eher intuitiv. Ich könnte gar nicht aus dem Stand heraus sagen, was es denn ist, was mich an dem letzten für mich erfreulichen Unternehmens-Posting erfreut hätte. Gescchweige denn benennen, welches es denn war.

Mein Problem 2

Ich habe ohnehin Vorbehalte gegenüber Unternehmungen in meiner Timeline. Gegenüber Firmen im Social Web. Manchmal like ich die. O.k. Aber dann auch wieder blende ich deren Postings doch aus, weil sie nerven.

Problem 3

Es könnte sein, dass ich ein ganz anderes Verhalten an den Tag lege, als die Mitglieder der Community, für die als Social-Media-Manager zuständig erklärt wurde. Inwiefern – kennte ich mein eigenes Verhalten, könnte ich mein Verhalten aus dem Stand heraus artikulieren, woher weiss ich, dass sich dieses mit dem Verhalten und den Einstellungen der Community deckt? Wie wahrscheinlich ist das überhaupt?

Ich. Der SoMe-Manager

Es bleibt mir nur das Experiment. Entweder euch zu fragen. Z.B. ob ihr von mir in meiner Rolle als Unternehmensvertreterin geduzt werden wollt. Und was, wenn das nicht zur Firmen-Policy passt?

Oder euch einfach auszuprobieren. Ich sieze euch einfach und warte was passiert. Und lasse mir dann von den anderen SoMe-Managern vorwerfen, dass ich es doch hätte besser wissen müssen.

Vom eigenen Usertum profitieren

Bleibt die Frage. Wie vom eigenen Usertum für die Arbeit als SoMe-Manager profitieren? Was kann ich von meinem eigenen rezeptiven Verhalten lernen? Wie dieses analysieren und externalisieren?

Die Idee

Ich habe mir schon gedacht, ob ich nicht einen Screencast (z.B. mit Screenr, hier geht’s direkt zum Tool) erstelle und einfach mal laut kommentiere

  • Was ist vor mir auf dem Bildschirm sehe.
  • Was für Gefühle das bei mir auslöst.

In einem zweiten Ganz könnte ich dann analysieren, was denn tatsächlich auf dem Bildschirm alles (noch) zu sehen war. Was ich also ausgeblendet habe. Erst gar nicht wahrgenommen. Bei dem wahrgenommenen könnte ich abgleichen, ob das wohl im Sinne des Erfinders gewesen sein mag, genau jene von mir artikulierten Gefühle auch auszulössen.

Die Frage

Die Frage, die sich mir an dieser Stelle jedoch stellt, ob man seinen eigenen Screencast überhaupt in der Form auswerten kann. Und wenn nein, wie man an solcherlei Screencast kommen könnte, den ein anderer produziert/produzieren müsste. Oder mehrere andere. Denn nichts wird wohl persönlicher empfunden, als die eigenen Timeline.

Was meint ihr?

Eure mons7 (aka Monika E. König)

Auf der Suche nach … der _perfekten_ Twitterwall

mauer

Bildquelle.

ACHTUNG! DER ARTIKEL IST NICHT MEHR AKTUELL. AKTUELLSTES zu heute (03. September 2014) bei Anja Lorenz zu finden!!!!!!!

 

Der Anlass

Das Mitorganisieren dürfen des #clc12 hat mir so manche Herausforderung angetrangen, die ich zu bewältigen nie zu hoffen gewagt hätte. Denn es gibt Tätigkeiten von denen ich sicher wusste, dass ich für die _nicht_ gemacht bin. Aber da ich ja unterschwellig und beständig das Lebenslange Lernen predige  – genau – sollte ich da ja mit mir keine Ausnahme machen. Außerdem hatte ich ja einen gar erfahrenen Mentor (Twitter/Blog) an meiner Seite, es konnte/ ja kann also eh’ nichts schief gehen. Auch wenn sich das alles durch diese Gewissheit nicht weniger aufregend anfühlt. Und wohl in verarbeitender Weise noch Grund für den einen oder anderen Blogpost zum Thema BarCamp-Orga.
Aber zum Detail.

Auf der Suche nach der _perfekten_ Twitterwall

Das #clc12 soll eine Twitterwall bekommen. Eine solche ist ja nun – eigentlich – schnell erstellt. Man muss _nur_ das geeignete Tool aufrufen, die rudimentären Details wie Hashtag der Veranstaltung eingeben und flugs bekommt man die Adresse/URL der gerade noch als Idee vorhandenen Twitterwall als handfeste Webseite aus dem Internet herübergereicht.

Das Problem. Welches ist das geeignete Tool? Denn da gibt es so einige. Damit ihr bei nächster BarCamp-Gelegenheit nicht auch in die Verlegenheit kommt, die tiefsten Tiefen des Internets nach Optionen zu durchforsten, stelle ich euch – social wie ich bin 😉 – eine kleine Auswahl meiner Fundstücke im Folgenden zur Verfügung. In der Reihenfolge des Auffindens im Übrigen. Ohne Priorisierung zunächst.

Zu meinen Auswahlkriterien

  1. Ich will mir KEIN Programm runterladen müssen. Nein.
  2. Einfach zu erstellen sein, im Idealfalle Hashtag eingeben, Enter drücken, fertig. Und sich selbst regelmäßig und in kurzen Abständen aktualisieren. Aber das sollte wohl selbstverständlich sein.
  3. Einigermaßen gut ausschauen. Nein, nicht nur gut ausschauen, sondern übersichtlich und aufgeräumt wirken.
  4. Nicht zwangsweise moderierbar sein, wenn sie es ist, sei’s drum, aber Sinn und Zweck soll einfach das nebenbei mitlaufen auf der Veranstaltung sein, irgendwelche Hashtag-Kapereien werden nicht erwartet, die Diskussionen sollen in die Richtungen gehen dürfen, in die sie sich eben entwickeln.

Die Nr. 1 – Twitterwall.me

Erstes – und m.E. bestens geeignet: www.twitterwall.me. Sieht so aus. Avatare als kleine Icons abwechselnd links und rechts, Tweet als Sprechblase dargestellt. Der graue Hintergrund könnte mit einem hochzuladenden Bild indivudualiert werden, was ich allerdings nicht gemacht habe. Oben mittig und ins Auge stechend: Hashtag, der entscheidet, um welche Auswahl an Tweets es sich im Folgenden handelt.

Nr. 2 – Visible Tweets – Die Schöne – aber Schönheit ist eben nicht alles

Als zweites bin ich auf Visible Tweets gestoßen. Visible Tweets hat drei verschiedene Arten, die Einblendung jeweils einen Tweets zu animieren. Der Screenshot, den ich euch hier zur Verfügung stelle, spiegelt mitnichten die ganze Schönheit der Art der Einblendung wider; um euch einen kleinen Eindruck von dieser zu geben, habe ich eine kurze Sequenz mit Screenr hier aufgezeichnet.

Schönheit ist jedoch – wie man so schön sagt – nicht alles. Was (mir) spontan fehlt? Mir fehlt (1) Reihenfolge und (2) Überblick. Da die Tweets anscheinend von der Reihenfolge her willkürlich eingeblendet werden, fehlt es beim Anschauen an der _offensichtlichen_ (zu 1) Aktualität. Zwar erkennt man unter dem eingeblendeten Tweet, wann dieser abgesetzt wurde, darauf achtet man jedoch m.E. nicht unbedingt. Zum zweiten dient eine Twitterwall für viele auch festzustellen, wer noch alles vor Ort bzw. wen das Thema von außen so umtreibt, wem man also (wenn auch von Fall zu Fall nur für die Zeit der Veranstaltung) noch so spontan folgen könne, um von anderer Perspektive aus bereichernde Tweets in die (dann eigene) Timeline gespült zu bekommen. Und um in dieser Hinsicht Anregung zu bekommen, muss man sich schon eine ganze Weile vor die Twitterwall stellen.

Aller guten Dinge sind 3, so dachte ich mir da, und stieß auf

Die Nr. 3 – Twittbee – So basic wie geradlinig

Alles was ich soeben bemängelt, ist hier wiederum zu finden. Reihenfolge und Überblick. Die Tweets vielleicht ein bisschen eng untereinander geklebt – was Vor- wie Nachteil haben kann. Vorteil: Mehr Tweets passen drauf, zum Nachteil gereicht, dass die Wahrscheinlichkeit sinkt, dass man diese dann auch liest. Denn wo sollte das Auge anfangen wollen? Wahrscheinlich orientiert sich dieses an den Avataren links gleich neben den Texten in 140 Zeichen, so zumindest meine Vermutung. (Aber man soll nicht immer von sich auf andere schließen. 😉 )

Die Nr. 4 – Twitterwallr – auch nicht schlecht

Twitterwallr verspricht mir mit seinem Wölkchen-Design schon auf den ersten Blick den Himmel auf Erden. Und erfüllt mir in der Tat nicht nur meine gesetzten Anforderungen, sondern wirkt, wie auch das zuvor betrachtete TwittBee aufgeräumt,  Tweets werden in der zeitlichen Reihenfolge eingeblendet, in der sie abgesetzt wurden. Etwas störend – denn nichts kann perfekt sein – der Block rechts neben den Tweets, der mit “Melde dich an und nutze alle Möglichkeiten!” überschrieben. Aber vielleicht ist es ja möglich, diesen Block loszuwerden, so man sich nur anmeldet. Das könnte ich nochmals versuchen.

Aber ich weiss auch nicht.
Irgendwie fühle ich mich wie beim Einkaufen von irgendeinem Kleidungsteil. Schuhen, Jacke wie Hose. Ich weiss, es gibt noch eine Unzahl weiterer der gleichen Art zur Auswahl. Aber irgendwie zieht es mich nach dem Teil, das ich zu aller erst in der Hand gebhabt. In diesem Falle Twitterwall.me. Oder gefällt mir diese Twitterwall nur eben aus diesem einen Grunde, weil ich als erste ihrer Art bewusst darauf gestoßen?

Ihr seid gefragt!
Eure m

Das Tool für zwischendurch. Heute: Screenr.com

Einer der Gründe, warum ich nicht wirklich diese Learning Management Systeme mag ist derjenige, dass diese alle möglichen Bedürfnisse erfüllen und Funktionen zur Verfügung stellen wollen … aber letztendlich in jedem ihrer Aspekte schlechter sind, als das, was es “draußen” und “für umme” gibt.

Und was es alles “draußen” und “für umme” für kleine schlanke und schlagkräftige Schätzchen gibt, möchte ich in der (hiermit neu angelegten Rubrik) von Zeit zu Zeit vorstellen.

So heute: Screenr.com. Seht selbst. Geht’s einfacher? P.S.: Für alle, die’s kürzer mögen, gibt es eine 1-minütige Einführung auf screenr.com.